____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Corps
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Die Corps â n., (sg.), (pl.), franzĂśsisch fĂźr âKĂśrper, Gesamtheitâ â sind besonders alte Studentenverbindungen. Nach studentengeschichtlichen Begriffen eher âkonservativâ, sind sie dem Prinzip der Toleranz verschrieben. Die ersten Corps entstanden im Ausgang des 18. Jahrhunderts. Die zeitweilige Schreibweise Korps wurde 1911 aufgegeben. Die Mitglieder der Corps werden als Corpsstudenten bezeichnet. Die Mitglieder eines Corps nennen sich CorpsbrĂźder.
Contents
⢠Hintergrund
⢠Geschichte
⢠Wenden
⢠Dachverbände
⢠Ăsterreich
⢠Schweiz
⢠Kunst und Kultur
⢠Richter
⢠Sänger
⢠Namensgeber
⢠Briefmarken
⢠Ehrenmitglied
⢠PreuĂen
⢠Militärorden
⢠Friedensklasse
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Anmerkungen
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Hintergrund
â
Hauptartikel
:
Studentenorden
,
Landsmannschaft (FrĂźhe Neuzeit)
und
Corpslandsmannschaft
Die (späteren) Corps Ăźbernahmen Elemente der alten Landsmannschaften des 18. Jahrhunderts (farbige Kleidungsbestandteile als Vorläufer des Couleurs und Namen, die auf die Heimatregionen der Mitglieder hinweisen) sowie der Studentenorden (verbindliche, festverschworene Mitgliedschaft, schriftliche und grafische Geheimzeichen als Erkennungsmerkmale), brachten aber als Neuerung die Ideen des Deutschen Idealismus hinsichtlich PersĂśnlichkeitsbildung und Charakterfestigung ein, die durch schriftlich formulierte Normen fĂźr die Studenten einer Universität festgelegt wurden. Markiert wird die Entstehung der Corps durch die Bildung von Senioren-Conventen (SC) und die Verabschiedung von Constitutionen und SC-Comments an den meisten deutschen Universitäten im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. FrĂźher bestehende studentische ZusammenschlĂźsse haben diese Entwicklung nicht Ăźberdauert, sodass die Corps damit die frĂźheste Form von Studentenverbindung im heutigen Sinne sind. An jeder klassischen deutschen Universität bilden die Corps heute die ältesten und traditionsreichsten Studentenverbindungen.cite-ref-1[1] 28 Corps wurden noch im 18. Jahrhundert gegrĂźndet, ausschlieĂlich an protestantischen und Ăźberwiegend an preuĂischen Universitäten: in Erlangen fĂźnf, in Frankfurt (Oder) vier, in GieĂen vier, in Halle sechs, in Jena sieben und in Marburg zwei. Von ihnen suspendierten die meisten Anfang des 19. Jahrhunderts.
âJe mehr unser Volk zur Wohlstandsgesellschaft sich entwickelt, je mehr unser soziales Leben und Denken sich materialisiert und das Sozialprestige sich an den wirtschaftlichen Erfolg knĂźpft, umso stärker sollten die Corps ihren ideellen Gehalt vertiefen und ihren Charakter als ideelle Gemeinschaft profilieren. Wie der Geist der Materie Ăźberlegen ist, so sind geistige und ideelle Gemeinschaften wirkungskräftiger und zukunftsträchtiger als Interessenverbände, Besitzklassen und Wirtschaftsgruppen.â
â
Karl August Bettermann
(1967)
Siehe auch
:
Erloschene Corps
Selbstverständnis
Jeder an einer deutschen, Ăśsterreichischen oder schweizerischen Universität immatrikulierte männliche Student kann Corpsstudent werden, ungeachtet seiner StaatsangehĂśrigkeit, sozialen oder ethnischen Herkunft sowie ReligionszugehĂśrigkeit. Dadurch unterscheiden sich Corps von anderen Formen studentischer Korporationen, die wie die Deutsche Burschenschaft nur Deutsche oder wie Katholische Studentenverbindungen nur Mitglieder bestimmter Konfessionen aufnehmen. Die Corps (nicht einzelne Corpsstudenten) beziehen von jeher keine Stellung zur Tages- oder Parteipolitik. Nach corpsstudentischen Grundsätzen soll sich jeder seine Meinung bilden und sie engagiert â ohne RĂźcksicht auf zu erwartende Nachteile â vertreten. Aufgrund dieser Verbindung von Verbandsneutralität und Einzelengagement fanden und finden sich viele Corpsstudenten unter den fĂźhrenden KĂśpfen der unterschiedlichsten politischen Gruppierungen. Laut Rolf-Joachim Baum haben ihre geistige Unabhängigkeit und Entschiedenheit die Corpsstudenten oft genug zu Gegnern totalitärer Regimes werden lassen.cite-ref-2[2] Die KĂśsener und Weinheimer Corps halten die Mensur als Bewährungsprobe ihrer Mitglieder und als Erziehungsmittel zur âCharakterfestigung und PersĂśnlichkeitsbildungâ fĂźr unverzichtbar.cite-ref-3[3]
âZiel und Zweck der Corps war und ist einzig die Erziehung des Studenten zu einer starken, freien, weltoffenen PersĂśnlichkeit, die nicht durch religiĂśse, rassische, nationale, wissenschaftliche oder philosophische Grenzen eingeengt wird. Zur Erreichung dieses Zieles dient neben den Instituten des Corpsconventes und der Kneipe auch das Institut der heutigen Bestimmungsmensur, bei der die Fechter von den dazu Beauftragten unter Wahrung mĂśglichst gleicher Ausgangsvoraussetzungen bestimmt werden. [âŚ] Diese Ăbung, die verbunden ist mit der Ăberwindung der eigenen Angst, mit dem Einsatz fĂźr die Corpsgemeinschaft und der damit verbundenen Stärkung des GemeinschaftsgefĂźhls, dient der Erziehung zur PersĂśnlichkeit genauso wie das Einstecken von Treffern, ohne dabei die Haltung zu verlieren, und die Hinnahme der Mensurbeurteilung durch die eigenen CorpsbrĂźder.â
â
Hermann Rink
Die Corpsmitglieder tragen Couleur. Sie erhalten als äuĂeres Zeichen ihrer Mitgliedschaft das Corpsband oder die Corpsschleife. Die meisten Corpsburschenbänder und Schleifen der KĂśsener und Weinheimer Corps sind dreifarbig. Zweifarbige haben Borussia Berlin, Franconia TĂźbingen, Franconia WĂźrzburg und Onoldia (und Marchia Bochum). Acht Corps haben vier Farben: Baltia KĂśnigsberg, Guestphalia et Suevoborussia, Hasso-Borussia, Makaria-Guestphalia, Rheno-Guestphalia, Saxo-Borussia Heidelberg, Teutonia-Hercynia GĂśttingen und Vandalia Rostock.
Geschichte
Auf dem Boden von Aufklärung und Deutschem Idealismus entstand an den Universitäten eine neue Art studentischer Zusammenschlßsse. Sie erfreuten sich zumindest anfänglich der Unterstßtzung durch Professoren, die sonst den selbstverwalteten studentischen Gemeinschaften sehr kritisch gegenßberstanden. Die Senioren-Convente wollten die studentischen Umgangsformen verbessern; denn Senatsverordnungen hatten da in drei Jahrhunderten wenig bewirkt.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]
Charakterfestigkeit und PersĂśnlichkeitsbildung wurden zur Aufgabe der neuen Gemeinschaften. Im Sinne des Idealismus brauchten politische Programme nicht mehr verfolgt zu werden; denn der âbessere Charakterâ wĂźrde sich auch auf die Gesellschaft positiv auswirken. Bereits die ersten Constitutionen betonen, dass politische Betätigung nicht zu den Aufgaben der Corps gehĂśren und den Mitgliedern die politische Ăberzeugung freigestellt ist.
Wie die Landsmannschaften des 18. Jahrhunderts gaben die Corps sich lateinische Namen, die sich auf das Herkunftsland ihrer Mitglieder bezogen: Borussia, Bavaria, Saxonia, Guestphalia, Brunsviga, Franconia, Holsatia, Suevia und viele andere. Ihre Mitgliederstruktur war ursprĂźnglich landsmannschaftlich ausgerichtet und Kantonen zugeordnet.cite-ref-7[7] Bei der GrĂźndung gaben sie sich eine Constitution. Studentenwappen, Couleur, Zirkel und Studentenlieder stammten teilweise aus dem 18. Jahrhundert. Das Besondere und Neue war die Bildung von Senioren-Conventen (SC), die fĂźr ihren Bereich einen SC-Comment verfassten und fĂźr seine Einhaltung sorgten. Die SC beanspruchten die Gesamtvertretung der Studentenschaft, weil er alle âLandsmannschaftenâ umfasste. Besonders im Vormärz beargwĂśhnten und verfolgten die BehĂśrden studentische ZusammenschlĂźsse. Nach den Karlsbader BeschlĂźssen hielten die ersten Corps ihre Constitution geheim; manche mussten sich auflĂśsen oder heimlich weitermachen, andere wählten unverfängliche Bezeichnungen. So entstand wohl auch die Bezeichnung âCorpsâ, die 1810 in Heidelberg erstmals nachweisbar ist. Sie bedeutete eigentlich das âengere Corpsâ der Landsmannschaft, in das der âFuchsâ gewählt werden konnte. Die Erziehung der FĂźchse und die Satisfaktion wurden im Progress zu Eckpfeilern des âkonservativenâ Corpsstudententums, dem die âliberalenâ Landsmannschaften entgegenstanden â und unterlagen.cite-ref-d-hler2018-8-0[8]
âDie neuen âLandsmannschaften mit Corpsâ strebten von vornherein danach, die Auslese der Studentenschaft zu sein. Sie gaben den Ton an. Die Masse der Studierenden hatte sich ihm anzupassen. Die AuflĂśsung des Ständestaats zu Beginn des 19. Jahrhunderts fĂźhrte andererseits dazu, daĂ der adlige Student nicht unter seinen Standesgenossen blieb, sondern Gemeinschaften suchte, die seiner Lebensauffassung entsprachen. Es festigte sich deshalb der aristokratische Zug in den âLandsmannschaften mit Corpsâ im Gegensatz zu den späteren demokratischen Bestrebungen der Burschenschaft.â
â
Siegfried Schindelmeiser
Abgrenzung gegenĂźber neuen Verbindungsformen
Die GrĂźndung der Urburschenschaft in Jena und die Ausbreitung ihrer Idee Ăźber ganz Deutschland stellten die Corps vor eine groĂe Herausforderung. Die Forderung war, alle landsmannschaftlich orientierten ZusammenschlĂźsse an einer Universität aufzulĂśsen und in eine einheitliche gesamtdeutsche Burschenschaft (verbreiteter Name war âGermaniaâ) zusammenzufĂźhren. Dieser Egalitarismus lief der sozialen Differenzierung der Corps zuwider und stellte den Alleinvertretungsanspruch der SC in Frage. Gerade die älteren Corps zogen sich auf die Positionen des Klassischen Idealismus zurĂźck. Mehr als der Deutsche Idealismus zielte er auf PflichterfĂźllung und Toleranz, auf Wertbegriffe Friedrichs des GroĂen. Zu dieser Weltsicht passte der Kosmopolitismus Goethes und Schillers, der schon im relativ hohen Ausländeranteil der Corps in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts deutlich wurde.cite-ref-9[9]
Im Progress entstanden nach 1840 noch weitere Formen von Studentenverbindungen, von denen viele heute noch existieren. Die neue Vielfalt verwässerte nach Ansicht der Corps die studentischen Traditionen. Der SC-Comment hatte seine AllgemeingĂźltigkeit verloren. Die Corps erkannten, dass sie bei den vielfältigen NeugrĂźndungen ihren Alleinvertretungsanspruch gegenĂźber der gesamten Studentenschaft nicht wiedererlangen konnten. Sie waren trotzdem davon Ăźberzeugt, dass ihre Regelungen fĂźr das Studentenleben eine ideale LĂśsung darstellten. Es war zu klären, wodurch sich âCorpsâ gegenĂźber anderen, jĂźngeren Verbindungen unterscheiden. Dazu mussten sie sich Ăźberregional organisieren und sich selbst sowie ihre Ziele und Ideale definieren. Vorarbeit leisteten hier der Senioren-Convent zu Jena, der Senioren-Convent zu Leipzig und der Hallenser Senioren-Convent. Sie konsultierten sich ab 1820 regelmäĂig und bildeten von 1821 bis 1844 einen Allgemeinen SC, der oft auf der Rudelsburg tagte.
âInnerer Werth und historisches Recht stellen die Corps an die Spitze der deutschen Studentenschaft. ... Die Corps sind die unbestrittenen Rechtsnachfolger der Landsmannschaften. Die Landsmannschaft aber bildete die eigentliche Studentenschaft, insofern von einer BĂźrgerschaft nur da die Rede sein kann, wo eine organisierte Vertretung stattfindet. Diejenigen aber, die auĂerhalb der alten Landsmannschaft standen, besaĂen keinerlei Vertretung und haben deshalb auch nie versucht, die Rechte der Landsmannschaften anzufechten. Im Gegentheil unterwarfen sie sich freiwillig ihrer FĂźhrung. DaĂ die Burschenschaft später dazwischentrat, darf nicht relevant sein; denn sie wurde von der Landsmannschaft nur zum Mitgenusse ihres Vorrangs zugelassen, geschweige denn eingeladen. Daher dĂźrfen und mĂźssen die Corps als Rechtsnachfolger der Landsmannschaften an der Behauptung festhalten, daĂ sie die alleinigen wahren und rechtlichen Vertreter der Gesammtstudentenschaft seien.â
â
N.N., Akademische Monatshefte, I. Jg. (1884/85), S. 325
VerbandsgrĂźndungen
â
Hauptartikel
:
KĂśsener Senioren-Convents-Verband
und
Weinheimer Senioren-Convent
An den tierärztlichen Hochschulen entstand 1873 der Rudolstädter Senioren-Convent (RSC). 1882 folgte der Naumburger Senioren-Convent (NSC) an den landwirtschaftlichen Hochschulen. Diese Grßndungen waren notwendig, weil die Hochschulen noch kein Promotionsrecht hatten und den wissenschaftlichen Hochschulen nicht gleichgestellt waren. Vom KSCV deshalb abgewiesen, kamen sie nach erbitterten Auseinandersetzungen 1934 in den WSC.
Gesellschaftspolitische Bedeutung im Deutschen Bund
Als in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts â besonders in Vorbereitung der VerbandsgrĂźndung 1848 â die ersten Definitionen formuliert wurden, worin das EigentĂźmliche der Corps im Verhältnis zu den anderen neu gegrĂźndeten Verbindungen bestehe, wurde die unpolitische Ausrichtung betont. Corps schreiben ihren Mitgliedern keine politische Richtung vor, bereiten sie aber auf verantwortungsvolle Positionen in Politik und Gesellschaft vor. Das war bereits in den Jahren und Jahrzehnten nach der GrĂźndung der ersten Corps deutlich geworden. So beteiligten sich Corpsstudenten an der Organisation des Hambacher Festes 1832, wie die Rechtsanwälte Johann Georg August Wirth und Joseph Savoye.cite-ref-10[10] Teilnehmer waren auch die Publizisten Friedrich Wilhelm Knoebel und Georg Geib.cite-ref-11[11] Auch beim Frankfurter Wachensturm 1833 waren Corpsstudenten fĂźhrend beteiligt wie Johann Ernst Arminius von Rauschenplat. Zu den berĂźhmten Revolutionären gehĂśren Friedrich Hecker, der âBerufsrevolutionärâ Heinrich Scheffer und Gustav von Struve.cite-ref-12[12] Im Vorparlament saĂen 32 (bisher namentlich erfasste) Corpsstudenten. Von 809 Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung waren 120 Corpsstudenten.
Die Corps brachten nicht nur Revolutionäre und Aufrßhrer, sondern auch einflussreiche Beamte in den deutschen Einzelstaaten hervor. Schon damals war die Präsenz der Corpsstudenten in politisch sich entgegenstehenden Lagern typisch. Im Folgenden einige Beispiele:
⢠Im KĂśnigreich PreuĂen zum Beispiel war Otto Freiherr von Manteuffel seit 1848 Innenminister und von 1850 bis 1858 Ministerpräsident. Sein designierter Nachfolger, Albrecht von Alvensleben war von 1835 bis 1842 preuĂischer Finanzminister. Seit 1862 war Otto von Bismarck Ministerpräsident und AuĂenminister.
⢠Im Kaisertum Ăsterreich war Johann Bernhard von Rechberg Ministerpräsident von 1859 bis 1861.
⢠Im KĂśnigreich Bayern war Ludwig von der Pfordten 1848/49 Ministerpräsident des liberalen Kabinetts. Carl Ignaz Freiherr von Schrenck-Notzing war 1859â1864 Ministerpräsident, AuĂen- und Handelsminister. In der Kammer der Abgeordneten (Bayern) saĂen 42 Corpsstudenten.
⢠Im KĂśnigreich Hannover war Eduard Freiherr von Schele 1851/53 Ministerpräsident und AuĂenminister. Georg Heinrich Bacmeister war ab 1865 Innenminister und letzter Ministerpräsident des im Jahre 1866 von PreuĂen annektierten KĂśnigreichs.
⢠Im Kurfßrstentum Hessen war Ludwig Hassenpflug von 1850 bis 1855 Regierungschef, Justiz- und Innenminister.
Teilweise trafen Corpsstudenten sogar in bewaffneten Auseinandersetzungen aufeinander. So setzte der Deutsche Bund den General Friedrich Freiherr von Gagern als Befehlshaber der Bundestruppen ein, um die von dem Corpsstudenten Friedrich Hecker in Sßdwestdeutschland angefßhrte Volkserhebung niederzuschlagen. Nach gescheiterten Verhandlungen fiel der General am 20. April 1848 im Gefecht auf der Scheideck bei Kandern; die Revolutionäre wurden dennoch geschlagen. Hecker entkam in die USA und wird dort neben dem Corpsstudenten Gustav Struve zum Kreis der bedeutenderen Forty-Eighters gezählt. Der Deutsche Krieg trug wesentlich dazu bei, dass die Üsterreichischen Corps erst spät in den KSCV aufgenommen wurden. Die Mehrzahl der Corps neigte zur Kleindeutschen LÜsung.cite-ref-d-hler2018-8-1[8]
Zur unterschiedlichen Präsenz von âunpolitischenâ Corpsstudenten und âpolitischenâ Burschenschaftern in staatstragenden Ămtern sagte später der Burschenschafter Heinrich von Treitschke:
âDie wortreiche Schwärmerei, die unklare Sehnsucht und die beständige Verwechslung von Schein und Wirklichkeit waren der Entwicklung des politischen Talents nicht gĂźnstig. Im groĂen Durchschnitt sind aus der Burschenschaft mehr Gelehrte und Schriftsteller hervorgegangen, aus den Reihen ihrer späteren Gegner, der Corps, mehr Staatsmänner.â
â
Heinrich von Treitschke
Als nach der Aufhebung der Karlsbader BeschlĂźsse im Jahre 1848 das gesellschaftspolitische Leben in Deutschland aufkeimen konnte, Vereine und Parteien gegrĂźndet werden konnten, waren Corpsstudenten fĂźhrend an der GrĂźndung fast aller deutschlandweiten Politorganisationen und später der reichsweiten Parteien beteiligt â und zwar in allen StrĂśmungen, bei den Kommunisten, den Sozialdemokraten, den Katholiken, den Liberalen und den Nationalkonservativen. So war Karl Marx in der Bonner Landsmannschaft der Treveraner, die sich drei Jahre später als Corps Palatia Bonn umbenannte.cite-ref-13[13] Rudolf von Bennigsen grĂźndete mit Max von Forckenbeck und anderen die Deutsche Fortschrittspartei und die Nationalliberale Partei, die bei der ReichsgrĂźndung 1871 die stärkste Fraktion im Reichstag stellte. 1905 wurde Ernst Bassermann ihr Vorsitzender. Forckenbeck war ab 1878 Präsident des Reichstages. Wilhelm Emmanuel von Ketteler grĂźndete mit Ludwig Windthorst 1870 die Deutsche Zentrumspartei. Wilhelm Liebknecht grĂźndete mit August Bebel die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP), den Vorläufer der heutigen SPD.
Obwohl bei der Herausbildung von Arbeiterorganisationen auch Corpsstudenten und andere Verbindungsstudenten beteiligt waren, wurden die Verbindungen zu Vereinigungen der bĂźrgerlichen und aristokratischen FĂźhrungsschichten. Besonders den Corps wurde die auĂerfachliche Erziehung der Studenten anvertraut. âCorpserziehungâ und âgesellschaftlicher Schliffâ galten als Erziehungsideal. Manche Familien schickten ihre SĂśhne Ăźberhaupt nur deshalb zur Universität. Auf den Besuch universitärer Veranstaltungen wurde dabei oft gänzlich verzichtet. So hielten es auch viele FĂźrsten. Im GroĂherzogtum Baden, in Mecklenburg, im KĂśnigreich PreuĂen, im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, in Schaumburg-Lippe und im KĂśnigreich WĂźrttemberg schickten sie ihre SĂśhne auf die Universitäten, damit sie in den ârichtigenâ Corps aktiv werden konnten.
Die Corps nach der ReichsgrĂźndung
â
Hauptartikel
:
Deutsche ReichsgrĂźndung
Ansehen und Einfluss der Corps erreichten im Deutschen Kaiserreich ihren HĂśhepunkt, als die SĂśhne regierender Häuser, des deutschen Adels und des GroĂbĂźrgertums in den Corps aktiv wurden.cite-ref-14[14] Wie der Offizier war der Corpsstudent das Ideal jener Zeit.cite-ref-15[15] Die Alten Herren der Corps besetzten die politischen und wirtschaftlichen FĂźhrungspositionen. Die beiden fĂźhrenden PersĂśnlichkeiten des Kaiserreichs waren Corpsstudenten, nämlich Wilhelm II. und Otto von Bismarck. Der Reichskanzler wurde fĂźr viele Jahrzehnte zur politischen Kultfigur â sowohl unter der BevĂślkerung als auch unter den Studenten. Unter Bezugnahme auf das Band seines Corps sagte Bismarck:cite-ref-16[16]
âIch wĂźrde, wenn ich heute wieder auf die Universität käme, auch heute noch in ein Corps gehen. Kein Band hält so fest wie dieses.â
â
Otto von Bismarck am 27. April 1896
Kaiser Wilhelm II. hielt auch nach seiner Thronbesteigung Kontakt zu seinem Corps in Bonn. Er betrachtete die Corps als erprobte Ausbildungsstätte des Fßhrungsnachwuchses im Kaiserreich. So sagte er am 6. Mai 1891 in einer Rede vor dem Bonner SC:
âIch hoffe, daĂ, solange es deutsche Korpsstudenten gibt, der Geist, wie er im Korps gepflegt wird und durch den Kraft und Mut gestählt wird, erhalten bleibt, und daĂ Sie zu allen Zeiten freudig den Schläger fĂźhren werden. Unsere Mensuren werden im Publikum vielfach nicht verstanden. Das soll uns aber nicht irre machen. Wir, die wir Korpsstudenten gewesen sind, wie Ich, wir wissen das besser. Wie im Mittelalter durch die Turniere der Mut und die Kraft des Mannes gestählt wurden, so wird auch durch den Geist und das Leben im Korps der Grad der Festigkeit erworben, der später im groĂen Leben nĂśtig ist, und der bestehen wird, solange es deutsche Universitäten gibt.â
â
Kaiser Wilhelm II.
Je hĂśher die Corps in der Gesellschaft (Soziologie) aufrĂźckten, desto mehr wandelte sich das Alltagsleben der Corpsstudenten. Die Corps fĂźhlten sich verpflichtet, ihrer FĂźhrungsrolle auch durch äuĂeres Gepränge Ausdruck zu verleihen. Die Repräsentationskosten, die der einzelne aktive Corpsstudent aufzubringen hatte, stiegen in bisher nicht gekannte HĂśhen. Die meisten Corps machten einen âMindestwechselâ zur Aufnahmebedingung. So wurde von einem Studenten, der Mitglied in einem Corps werden wollte, ein Mindesteinkommen verlangt, von dem eine mehrkĂśpfige Handwerkerfamilie zu der Zeit bequem hätte leben kĂśnnen. Nur noch wenige Studenten konnten sich die Mitgliedschaft in einem Corps Ăźberhaupt leisten. Und obwohl im Kaiserreich die Zahl der Studenten stark anstieg, blieb die Zahl der Corpsstudenten weitgehend konstant, während sich zugleich eine Vielzahl neuer Korporationsformen bildete, die den traditionellen FĂźhrungsanspruch der Corps infrage stellten.cite-ref-18[18]
Die gesellschaftliche Dominanz und das formalistische Verhalten provozierten auch zahlreiche satirische Angriffe bis hin zu polemischer Kritik. Besonders der Simplicissimus, in dessen Redaktion auch Alte Herren verschiedener Corps mitarbeiteten, verĂśffentlichte legendäre, bis heute immer wieder nachgedruckte Karikaturen Ăźber das Leben der Corpsstudenten, allerdings eher wohlwollend mit einem zwinkernden Auge. Besondere Zielscheibe war dabei das âKaisercorpsâ Borussia Bonn, in dem viele Prinzen Mitglied waren.cite-ref-19[19] Mark Twain verbrachte im Sommer 1878 mehrere Monate in Heidelberg und schenkte den dortigen Corps groĂe Aufmerksamkeit:cite-ref-20[20]
Wilhelm Meyer-FĂśrster hatte mit seinem TheaterstĂźck Alt-Heidelberg (Schauspiel in 5 AufzĂźgen, uraufgefĂźhrt am 22. November 1901 im Berliner Theater) groĂen Erfolg. In dem StĂźck wird Karl Heinrich, Erbprinz des fiktiven thĂźringischen Kleinstaates Sachsen-Karlsburg zum Studium nach Heidelberg geschickt, wo er in das fiktive âCorps Saxonia Heidelbergâ eintritt und eine frĂśhliche Zeit verlebt. Durch den unerwarteten Tod seines Vaters muss er frĂźh die Thronfolge antreten und dem Ernst des Lebens ins Auge sehen. In dem StĂźck, in dem es um die Unwiederholbarkeit jugendlicher Freude und Unbeschwertheit geht, steht das Corps als Synonym fĂźr die Freuden der Jugendcite-ref-21[21]. Die Handlung wurde im Jahre 1924 fĂźr ein Musical am Broadway (The Student Prince) umgearbeitet und erlebte bis in die 1950er Jahre mehrere Verfilmungen in den USA und Deutschland. Bis heute wird das Musical mit deutschen Dialogen und englischen Liedtexten jedes Jahr bei den Heidelberger Schlossfestspielen aufgefĂźhrt.
Die linke Presse in Deutschland dagegen betrachtete die Corps als Brutstätte der reaktionären gesellschaftlichen Kräfte, gegen die sie kämpfte. So schrieb die SPD-Zeitung Vorwärts, die einst den Corpsstudenten Wilhelm Liebknecht zum Chefredakteur hatte:
âDie Rohheit und Rauflust der Corpsburschen paart sich mit einer Aufgeblasenheit und Einbildung, die ihres Gleichen suchen und die einen neuen Beweis fĂźr den engbegrenzten Horizont der Herrchen abgeben. Wer hat diese nicht schon durch die StraĂen der Universitätsstädte stolzieren sehen, jene schneidigen JĂźnger der Wissenschaft mit ihren bis in den Nacken gescheitelten und mit einigen BĂźchsen Pomade vollgeschmierten Haaren, ihren hochgetragenen bekneiferten Nasen, ihren feingedrehten Schnurrbärten, ihren enganliegenden HĂśschen, kurzen Jäckchen und spitzen Schuhen, ihren aufgedunsenen bornierten Gesichtern und ihren feinen RohrstĂśckchen oder dicken KnĂźppeln, mit denen sie nachts, wenn sie aus ihren Kneipen kommen, wo sie ihrer geistigen Zurechnungsfähigkeit vollständig verlustig gegangen sind, die Laternen einschlagen, die friedlichen BĂźrger belästigen und die Nachtwächter durchprĂźgeln?â
â
Vorwärts (1892)
Heinrich Mann lässt in seinem Roman Der Untertan den Helden Diederich HeĂling in das fiktive âCorps Neuteutonia Berlinâ eintreten. Er schildert, wie das Corpsleben bei seiner Romanfigur zur Herausbildung des wilhelminischen Untertanengeistes beiträgt. Der Roman wurde im Jahre 1951 in der DDR verfilmt und mit einem Filmpreis ausgezeichnet.
Wenden
Dem Glanz des Wilhelminismus erlagen alle Korporationen. Dem in den Corps verbreiteten Hang zu âLuxus und Protzentumâ begegnete Leonhard Zander mit einer Denkschrift, die von Kronprinz Wilhelm und FĂźrst Bismarck unterschrieben wurde (Zandersche Reformbewegung).
Noch im Kaiserreich wurden (getaufte) Juden ganz selbstverständlich in Corps aufgenommen. Das Duell VeringâSalomon bedeutete einen Wendepunkt im studentischen Antisemitismus. Viele Corps nahmen keine Juden mehr auf, als eines der ersten Teutonia Marburg. Im Gegensatz zu anderen studentischen Verbänden lehnte der KSCV jedoch einen entsprechenden Verbandsbeschluss ab. So blieb es jedem Corps selbst Ăźberlassen, wie es sich in dieser Frage verhielt. Am âKrawall-Antisemitismusâ anderer Verbände wollten die Corps sich nicht beteiligen.cite-ref-22[22] Der Ausschluss von Alten Herren jĂźdischen Glaubens oder jĂźdischer Abstammung war kein Thema, so dass bei der MachtĂźbernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 noch viele Corps jĂźdische Mitglieder oder Mitglieder jĂźdischer Abstammung hatten.
In der Hochschulpolitik und im Zeitgeist zeigten sich Tendenzen gegen den Hochmut der Corps. Die Jugendbewegung brachte den Wandervogel hervor, der als moderner Zusammenschluss junger Menschen galt. Es bildeten sich Begriffe wie âZurĂźck zur Naturâ und âgesunde Lebensweiseâ. Besonders in der Freistudentenschaft fanden der Deutsche Bund abstinenter Studenten und die Lebensreform manche Anhänger. Die Folgen fĂźr die Corps zeigten sich in der Statistik: Im Jahre 1901 gehĂśrten 8,3 Prozent aller männlichen Studenten im Deutschen Reich einem KĂśsener Corps an. Das entsprach 2.891 Aktiven und Inaktiven. Im Jahre 1908 war dieser Anteil bereits auf 6,4 Prozent gesunken, was einer absoluten Zahl von 3.100 studierenden Corpsmitgliedern entsprach. Im Jahre 1914 betrug der Anteil noch 5,0 Prozent (2.914 Studenten). Die absolute Zahl der Corpsstudenten stagnierte, während die Studentenzahlen stark stiegen. Während des Ersten Weltkrieges kam das Universitäts- und Verbindungsleben fast zum Erliegen. Teilweise wurden die CC-Ferien bis Kriegsende verlängert. Mancherorts hielten Verwundete und Alte Herren den Betrieb aufrecht; die Niederlage und das Ende des Kaiserreichs waren aber nicht mehr aufzuhalten. Am 9. November 1918 erklärte der letzte kaiserliche Reichskanzler Prinz Max von Baden (Corps Rhenania Freiburg, Saxo-Borussia, Suevia Heidelberg) die Abdankung des Kaisers.
Weimarer Republik
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs strÜmten die Kriegsheimkehrer an die Universitäten. Die Corps hatten mehr Nachwuchs als je zuvor. Manche sßddeutschen Corps verhängten einen Aufnahmestopp. Während im Jahre 1914 noch 58.700 männliche Studenten an den Universitäten des Reichs immatrikuliert waren, stieg diese Zahl bereits unmittelbar nach Kriegsende auf 82.300. Die Zahl der Aktiven, also der Mitglieder in den ersten Semestern, verdoppelte sich bei den KÜsener Corps im Vergleich zum letzten Vorkriegsjahr beinahe. Jedoch blieb die Gesamtzahl der studierenden Corpsmitglieder eher konstant. Der prozentuale Anteil der KÜsener Corpsstudenten an der männlichen Studentenschaft sank auf 3,7 Prozent. Der Anteil der Corpsstudenten in herausgehobenen Positionen der Verwaltung nahm im Vergleich zur Kaiserzeit schon in den Anfangsjahren der Weimarer Republik rapide ab und erreichte zu deren Ende hin den tiefsten Wert.cite-ref-23[23]
1919/20 rief der SPD-Reichswehrminister Gustav Noske die Studenten immer wieder auf, sich in Zeitfreiwilligenverbänden der Reichswehr anzuschlieĂen, um kommunistische Aufstände im Reich niederzuschlagen. Ziel der SPD-FĂźhrung war es dabei, die Bildung von Räterepubliken seitens der USPD und der später gegrĂźndeten KPD zu verhindern und Wahlen fĂźr eine parlamentarische Republik zu ermĂśglichen, was schlieĂlich auch gelang. Ein parlamentarisches System konnte errichtet werden, Wahlen fanden statt. Die Weimarer Republik stabilisierte sich zumindest fĂźr eine gewisse Zeit.
Siehe auch
:
Ebert-Groener-Pakt
Politische Ausrichtung
Auch bei der politischen Bewertung dieser Vorgänge ging ein tiefer Riss durch die BevĂślkerung Deutschlands. Das BĂźndnis der SPD mit den konservativen Militärs lieĂ viele Sozialdemokraten zu den Kommunisten abwandern. Die reaktionären Kräfte, die dem alten System anhingen, waren mit der Demokratie, die sie eigentlich gestĂźtzt und Ăźberhaupt erst ermĂśglicht hatten, auch nicht zufrieden. Die Anhänger der parlamentarischen Demokratie saĂen zwischen allen StĂźhlen und hatten auch keine ausreichende Mehrheit, um die Republik dauerhaft zu stabilisieren. Die Mitglieder der Corps stammten vorzugsweise aus dem (nicht zuletzt jĂźdischen) GroĂbĂźrgertum und dem Adel und waren die StĂźtzen des Kaiserreichs gewesen. Nur wenige konnten sich mit der neuen Demokratie anfreunden. Obwohl die Corps auch in dieser Zeit streng vermieden, sich zu politisieren oder politische Richtungen zu begĂźnstigen, waren Kundgebungen fĂźr die Monarchie Ăźblich; aber unter Mitgliedern der Corps waren auch bedeutende Sozialdemokraten. So folgte der sozialdemokratische Corpsstudent Wilhelm Blos dem kĂśniglichen Corpsstudenten Wilhelm II. als Staatsoberhaupt WĂźrttembergs.
Nach dem Ersten Weltkrieg geriet das Deutsche Reich unter zunehmenden Druck. Die Deutsche Inflation 1914 bis 1923, der Aufstand in Oberschlesien, die Märzkämpfe in Mitteldeutschland, die MĂźnchner Räterepublik, der Ruhraufstand bedrohten die Weimarer Republik. Der Friedensvertrag von Versailles wurde als DemĂźtigung und unzumutbare Last empfunden. âVaterländischeâ Gesinnung galt als Grundlage fĂźr die Wiederherstellung eines stabilen Staatswesens. So schrieb WĂźrttembergs Wilhelm II. kurz nach der Abdankung an den Vorsitzenden der Altherrenschaft seines TĂźbinger Corps:
âDer Geist des deutschen Corpsstudententums, der Geist der ZusammengehĂśrigkeit und der Treue [wird] einer der nĂźtzlichsten und notwendigsten Bausteine sein beim Wiederaufbau alles dessen, was jetzt so jäh zusammengebrochen ist.â
â
Wilhelm
Nationale, deutsch-vĂślkische und vaterländische Vorstellungen gewannen an Einfluss. Von den Corps strikt abgelehnt wurden nicht nur Egalitarismus und Kommunismus, sondern auch der Internationalismus. Der galt als grenzĂźberschreitender, nur am Profitstreben ausgerichteter Kapitalismus â als Vorläufer der heutigen Globalisierung.
âDie Aufgaben der deutschen Corps sind die des ganzen deutschen Volkes.: Wiedergeburt unserer Kultur und eines neuen dauerhaften Staates. Dies ist nur mĂśglich im Kampf gegen zwei Fronten: 1. gegen die vom Marxismus erstrebte Herrschaft der Masse; 2. gegen die sittliche Versumpfung und Entartung, die alle Kreise unseres Volkes durchsetzt hat.â
â
Gustav Moll
:
Aufgaben und Wege.
In:
Deutsche Corpszeitung.
37, 1920/21
Zeit des Nationalsozialismus
Wie schon der Kultusminister Carl Heinrich Becker im Freistaat PreuĂen wollte der 1926 gegrĂźndete Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB) die Dominanz der Studentenverbindungen brechen. Bei den Wahlen zu den Allgemeinen StudierendenausschĂźssen wurde er Ende der 1920er Jahre immer erfolgreicher.cite-ref-24[24] Auf dem Grazer Studententag im Juli 1931 Ăźbernahm er die FĂźhrung der Deutschen Studentenschaft. In seiner Abschiedsrede griff der scheidende Vorsitzende Hans-Heinrich Schulz (Corps Hildeso-Guestphalia GĂśttingen) den NSDStB wegen seines Totalitätsanspruchs scharf an:
âIn dem Augenblick, in dem eine politische Partei der Deutschen Studentenschaft ausschlieĂlich ihren Stempel aufdrĂźckt, wird man von einer Deutschen Studentenschaft nicht mehr sprechen kĂśnnen.â
â
Hans-Heinrich Schulz
Im Juli 1932 war die Gleichschaltung der Deutschen Studentenschaft vollzogen. Auf dem Studententag in KÜnigsberg erschienen die Delegierten in den Uniformen der NSDAP-Gliederungen. An fast allen Universitäten stellte der NSDStB den Allgemeinen Studentenausschuss (AStA).cite-ref-25[25]
Viele Corpsstudenten waren â jedenfalls zunächst â begeisterte Anhänger des Nationalsozialismus. Der Verlust der Monarchie, die Niederlage im Weltkrieg, die DemĂźtigung des Friedensvertrags von Versailles, die Beschneidung der Ostgebiete des Deutschen Reiches, die Deutsche Inflation 1914 bis 1923 und die Wirren der Weimarer Republik lieĂen sie wie die meisten Deutschen auf die nationale Revolution und den totalitären Staat hoffen. Wie Viktor Lutze und Rudolf HeĂ in ihren Erlassen 1935 und 1936 feststellten, gab es trotzdem unvereinbare Unterschiede zwischen Nationalsozialismus und Corpsstudententum. Der Allgemeine Deutsche Waffenring (ADW) sollte dazu dienen, nach der Deutschen Studentenschaft auch die Studentenverbindungen und ihre Verbände gleichzuschalten. Der NSDStB hatte bereits im Januar 1931 mit dem ADW ein Abkommen geschlossen, das die hochschulpolitische Zusammenarbeit regelte und eine Ehrenordnung enthielt. So sollte der ADW auf die Verbände und ihre Mitgliedsverbindungen im Sinne des NSDStB von oben herab Einfluss nehmen, was auch zunehmend der Fall war. Um dem entgegenzutreten, stellte der Heidelberger Senioren-Convent auf dem aoKC im Oktober 1932 den Antrag, die Mitgliedschaft des KSCV im ADW zu kĂźndigen:
âDer Verlauf der letzten Waffenstudententage nĂśtigt uns zu der Erkenntnis, dass durch die Vergewaltigung des ADW-Vertrages durch zweifelhafte MehrheitsbeschlĂźsse die Erhaltung des KĂśsener Gesetzes auf die Dauer unmĂśglich wird. Diese Erkenntnis zieht aber die Konsequenz nach sich, dass man aus diesem Gremium austreten muss, solange noch Zeit dazu ist.â
â
Antrag des Heidelberger SC (1932)
Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen, der KSCV trat aus dem ADW aus. Die dreimonatige KĂźndigungsfrist reichte bis zum Januar 1933.
Die Auseinandersetzungen nahmen auch nach der Reichstagswahl März 1933 weiter zu. Rempeleien und PĂśbeleien uferten teilweise in StraĂenschlachten aus. Diese Konflikte kamen als GĂśttinger Krawalle und Heidelberger Spargelessen in die Ăśffentliche Diskussion. Die gleichgeschalteten Medien forderten zunehmend die AuflĂśsung der traditionellen Studentenverbindungen. Die selbstbewussten Corps galten als besonders kritische Gruppe. Der oKC 1933, der die Gleichschaltung und Ăbernahme des FĂźhrerprinzips einleiten sollte, brachte den KSCV an den Rand der Handlungsunfähigkeit.cite-ref-26[26] Nach Konsultation von Hans Heinrich Lammers â Chef der Reichskanzlei und Korporierter im Miltenberger Ring â ernannte der Gesamtausschuss Max Blunck zum FĂźhrer des KSCV.cite-ref-27[27] Der Arierparagraph, der Feickert-Plan und die Erlasse von Lutze und HeĂ verstärkten den Druck auf die Verbindungen.cite-ref-28[A 1]
1934, kurz vor Toresschluss, gelang dem Rudolstädter Senioren-Convent und dem Naumburger Senioren-Convent die Aufnahme in den Weinheimer Senioren-Convent. Die KĂśsener Corps in Ăsterreich wurden nach dem Anschluss Ăsterreichs an das Deutsche Reich 1933 bis 1945 im Jahre 1938 aufgelĂśst. Der Prager Senioren-Convents-Verband bestand bis 1939. Trotz der Verbote und offiziellen Suspensionen fĂźhrten viele Corps den aktiven Betrieb in der Kriegszeit heimlich oder getarnt fort.
Siehe auch
:
Vororte des KSCV
,
Weinheimer Senioren-Convent#NS-Zeit
und
SC-Kameradschaften
WiedergrĂźndung der Corps in der Nachkriegszeit
Trotz der Suspension der Corps in den 1930er Jahren stehen diese auf dem Index der verbotenen Vereine der Viermächte-Verordnung Nr. 24: âDie fĂźhrenden Universitätsburschenschaften [sic!] âŚ, die dem KĂśsener Studentencorps angeschlossen warenâ. Nach dem Krieg wurden in Westdeutschland und in Ăsterreich ab etwa 1947 erste Versuche der WiedergrĂźndung der Corps gemacht, bis 1950 hatten sie konkrete Formen angenommen, ab 1953 wurde die Mensur fĂźr straffrei erklärt, zugleich mit dem Verzicht der mensurschlagenden Verbände auf das Prinzip der unbedingten Satisfaktion und der EinfĂźhrung der KĂśsener Ehrenordnung (1958) ein bedeutsamer Wandel vollzogen. Die Corps an den Hochschulen aus dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik, den Ostgebieten des Deutschen Reiches und aus BĂśhmen und Mähren verlegten ihren Standort nach Westdeutschland oder Ăsterreich. Manche fusionierten mit befreundeten Corps oder mit anderen Corps am Standort, um mehr Ressourcen fĂźr den Wiederaufbau zu haben. So grĂźndeten die Corps Masovia aus KĂśnigsberg (PreuĂen) und Palaiomarchia aus Halle an der Saale 1950 in Kiel durch âgemeinsame Rekonstitutionâ zusammen mit der 1946 in Kiel gegrĂźndeten studentischen Verbindung âCollegium Albertinumâ als ihrem Corpsburschenconvent das Corps Palaiomarchia-Masovia.
Prinz Friedrich Ferdinand äuĂerte sich 1958 zur Bedeutung der Corps. In der Zeit des Nationalsozialismus verboten und nach dem Krieg diskreditiert, ständen gerade die Studentenverbindungen fĂźr die Freiheit und das Recht des Einzelnen. Anders als ihre nichtkorporierten Kommilitonen hätten sich die korporierten (Corpsstudenten) um die FlĂźchtlinge nach dem Ungarischen Volksaufstand, die Heimkehrer und die FamilienangehĂśrigen in der DDR gekĂźmmert. Die Werkstudenten unter ihnen trĂźgen zur Ăberwindung des Klassenkampfes bei.cite-ref-29[28]
Die deutsch-baltischen Studentenverbindungen in Riga und Dorpat hatten eine eigene Kultur entwickelt, blieben aber immer dem Corpsstudententum verbunden. Nach dem Kriege grĂźndeten sie in GĂśttingen und Hamburg neue Corps, die innerhalb des KSCV ihre besonderen Traditionen weiterfĂźhren.
Vertriebene Corps
Im Deutschen Reich 1933 bis 1945 suspendierten die Korporationen zwischen 1934 und 1936, im Protektorat BÜhmen und Mähren erst 1939. Achtzehn Corps konnten nicht an die heimatlichen Hochschulen zurßckkehren. Im KSCV initiierte Georg Sporleder Traditions- und Patenschaftsverhältnisse.
Breslau: Ăberlebt haben Borussia Breslau in Aachen und Silesia in Frankfurt (Oder). Lusatia Breslau verschmolz mit Lusatia Leipzig, Marcomannia mit Borussia TĂźbingen. Von den Weinheimer Corps ist Frisia heute in Braunschweig und Silingia in KĂśln. Neo-Franconia ist in Hannovera Hannover aufgegangen.
Brßnn: Von den drei mährischen Corps haben immerhin zwei ßberlebt. Marchia ist heute in Trier, Frankonia in Salzburg. Austria ist erloschen.
Danzig: Die Weinheimer Corps Baltica und Borussia sind zum Corps Baltica-Borussia Danzig zu Bielefeld geworden.
Halle: Von den Hallenser Corps konnten Borussia, Guestphalia und Palaiomarchia nach der Wiedervereinigung zurĂźckkehren. Das Corps Agronomia Hallensis zu GĂśttingen, das Corps Normannia-Halle und das Corps Saxonia Konstanz verblieben an ihren âneuenâ Standorten.
StraĂburg: Wie alle Studentenverbindungen wurden die Corps â Palaio-Alsatia, Palatia, Rhenania und Suevia â noch vor dem Versailler Vertrag aus StraĂburg vertrieben. Sie stehen noch heute in der StraĂburger Vorstellung. Nur Suevia unterhielt in Marburg bis 2018 einen aktiven Betrieb.
Siehe auch
:
Liste der KĂśsener Corps
und
Liste der Weinheimer Corps
Deutsche Vereinigung
Nach der Deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 kehrten viele Corps an ihre alten Standorte in den neuen Ländern zurßck, so nach Dresden, Freiberg, Greifswald, Halle (Saale), Jena, Leipzig, Rostock und Tharandt. In Potsdam, Magdeburg und Frankfurt (Oder) wurden neue Standorte fßr das Corpsstudententum erschlossen.cite-ref-30[29]cite-ref-31[30]
2007 entstand mit der Tigurinia II wieder ein KÜsener Corps in der Schweiz. Corps in Budapest und LÜwen wurden in den KSCV aufgenommen. Der Rigaer Präsidenkonvent sucht den Anschluss an den KSCV.
Gesellschaftliches Engagement
Die Corps und ihre Verbände setzen seit jeher auf das persÜnliche Engagement des einzelnen Corpsstudenten, der sich vor Ort in gesellschaftliche und soziale Verantwortung stellen soll. Den Konstitutionen der Corps und den Statuten ihrer Verbände liefe ein Allgemeinpolitisches Mandat zuwider. Ein Corps wird deshalb keine politischen Erklärungen abgeben.
In der Nachwuchsarbeit zielen die Corps auf eigenverantwortliche, aufgeschlossene und gebildete Menschen. Aus welchem Land oder Kulturkreis sie kommen, spielt keine Rolle. Noch heute dem Humboldtschen Bildungsideal anhängend, wird die BegabtenfÜrderung von Corpsstudenten und ihren Verbänden nicht unwesentlich finanziert. Ein Beispiel ist das Projekt Jugend Aktiv, das 1999 mit seinen Regionalvereinen vom Pathologen W.-Wolfgang HÜpker (seit 1963 Mitglied Corps Albertina) initiiert wurde.cite-ref-32[31]cite-ref-33[32]cite-ref-34[33] Angesprochen sind hochbegabte Schßler und Jugendliche.cite-ref-35[34]
Auch unter den Mitgliedern werden Begabung und Leistung durch verbandseigene Bildungswerke gefĂśrdert.cite-ref-36[35]cite-ref-37[36] Der Stifterverein Alter Corpsstudenten verleiht im jährlichen Wechsel beim KĂśsener Congress oder bei der Weinheimtagung die Friedrich-von-Klinggräff-Medaille an junge Corpsstudenten, die als Vorbild gelten kĂśnnen. Corpsstudentisches Engagement, Dienst am Gemeinwohl und herausragende wissenschaftliche Leistungen werden gleichermaĂen gewĂźrdigt.cite-ref-38[37] Bis zum Jahr 2025 wurden 216 KĂśsener und Weinheimer Corpsstudenten geehrt und gefĂśrdert.
International unterstĂźtzen Corps und Corpsstudenten auf Initiative von Wolf-Gerhard Ansohn (Corps Concordia Rigensis) im Rahmen der Europäischen Integration schwerpunktmäĂig SchĂźler und Studenten im Baltikum Ăźber den FĂśrderkreis BrĂźcke zum Baltikum.cite-ref-39[38]
Ein weiteres Feld gesellschaftlichen Engagements ergibt sich aus dem Traditionsverständnis von KSCV und VAC. Nach der deutschen Vereinigung haben Corpsverbände und einzelne Corpsstudenten erhebliche Mittel aufgebracht, um den alten Tagungsort, den Mutigen Ritter und die Rudelsburg in Bad KÜsen, wieder benutzen zu kÜnnen. Das Gleiche gilt fßr die Denkmäler bei der Rudelsburg.
In diesen ideellen Rahmen ist auch die mittelbare Kofinanzierung des Instituts fßr Hochschulkunde an der Universität Wßrzburg einzuordnen.
Durch ihre Corpshäuser fĂźhlen sich die Corps und ihre Altherrenvereine dem Denkmalschutz besonders verpflichtet. Als Baudenkmäler prägen sie gerade in den kleineren Universitätsstädten oft das Ortsbild. Ihre Erhaltung bindet den grĂśĂten Teil der finanziellen Mittel und ist daher â unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten â der Kernbereich des gesellschaftlichen Engagements.
Dachverbände
Als Korporationsverbände der Corps bestehen heute der KĂśsener Senioren-Convents-Verband (KSCV) und der Weinheimer Senioren-Convent (WSC). Der KSCV hat Mitgliedcorps in Deutschland, Ăsterreich, der Schweiz, Ungarn und Belgien. Der WSC war frĂźher auch in der Schweiz vertreten; heute sind seine Corps nur in Deutschland ansässig. Beide Verbände fechten Mensuren und tragen Couleur. Durch Kartellverträge von 1921, 1954 und 2009 sind sie eng verbunden.
Einige Studentische Jagdverbindungen im Wernigeroder Jagdkorporationen Senioren-Convent (WJSC) bezeichnen sich als âJagdcorpsâ.
Historische Verbände
â
Hauptartikel
:
Rudolstädter Senioren-Convent
und
Naumburger Senioren-Convent
Ăsterreich
â
Hauptartikel
:
KĂśsener Corps in Ăsterreich
und
Legitimistische Corps
Schweiz
In der Schweiz bestand in Konkurrenz zu den dem KSCV angegliederten Corps zeitweilig der Aarburger Senioren-Convent (ASC). Er wurde am 22. November 1884 als Verband schweizerischer Corps gegrßndet und ähnelte in seiner Ausrichtung dem KSCV. Er war Nachfolgeinstitution des 1876 gebildeten Aarburger Kartellverbands. 1889 erklärten sich die Verbindungen zu Corps. 1971 wurde der ASC suspendiert, da keine aktive Verbindung mehr bestand. Die Altherrenvereine schlossen sich bei Wahrung der Selbständigkeit zu einem gemeinsamen Altherren-Convent zusammen, der inzwischen ebenfalls erloschen ist.
Siehe auch
:
Schweizer Studentenverbindungen#Corps
Verbandsfreie Corps
⢠Bavaria Karlsruhe (1863 bis 1965 im WSC)
⢠Bremensia GÜttingen (1848 bis 1971 im KSCV)
⢠Donaria zu Freising-Weihenstephan (1922 bis 1935 im NSC)
⢠Rhenania StraĂburg (susp., 1872 bis 1971 im KSCV)
⢠Palatia Bonn (1856 bis 1958 im KSCV)
⢠Suevia Tßbingen (1857 bis 1971 im KSCV)
⢠Vandalo-Guestphalia Heidelberg (bis 1972 im KSCV)
⢠Hansea Wien (bis 2018 im KSCV)
⢠Ottonen Wien
Bekannte Corpsstudenten
Anfang Januar 2025 verzeichnet die Wikipedia 8.587 Corpsstudenten.
Staatsoberhäupter
⢠Ernst I. (Sachsen-Altenburg) (1826â1908), Herzog (Franconia Jena, Saxo-Borussia Heidelberg)
⢠Georg Albert (Schwarzburg-Rudolstadt) (1838â1890), FĂźrst (Borussia Bonn)
⢠Wilhelm II. (WĂźrttemberg) (1848â1921), KĂśnig (Bremensia, Suevia TĂźbingen)
⢠Adolf Friedrich V. (1848â1914), GroĂherzog, Regent im Landesteil Strelitz (Saxonia GĂśttingen)
⢠Friedrich Franz III. (Mecklenburg) (1851â1897), GroĂherzog von Mecklenburg-Schwerin (Borussia Bonn)
⢠Friedrich II. (Anhalt) (1856â1918), Herzog (Borussia Bonn)
⢠Johann Albrecht zu Mecklenburg (1857â1920), Regent des GroĂherzogtums Mecklenburg-Schwerin und des Herzogtums Braunschweig (Borussia Bonn)
⢠Friedrich II. (Baden, GroĂherzog) (1857â1928), GroĂherzog (Saxo-Borussia Heidelberg, Borussia Bonn, Suevia Heidelberg)
⢠Heinrich XXVII. (ReuĂ jĂźngere Linie) (1858â1928), Regent des FĂźrstentums Reuà älterer Linie (1908â1918), Regent des FĂźrstentums ReuĂ jĂźngerer Linie (1908â1913), regierender FĂźrst von ReuĂ jĂźngere Linie (1913â1918) (Borussia Bonn)
⢠Wilhelm II. (1859â1941), Deutscher Kaiser, KĂśnig von PreuĂen (Borussia Bonn)
⢠Ernst II. zu Hohenlohe-Langenburg (1863â1950), Regent des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha (Suevia TĂźbingen, Borussia Bonn)
⢠Friedrich (Waldeck-Pyrmont) (1865â1946), letzter regierender FĂźrst von Waldeck-Pyrmont (Bremensia)
⢠Konstantin I. (Griechenland) (1868â1923), KĂśnig von Griechenland, Herzog von Sparta (Saxo-Borussia Heidelberg)
⢠Friedrich Karl von Hessen (1868â1940), General der Infanterie, Chef des Hauses Hessen-Kassel, KĂśnig von Finnland (Suevia Freiburg)
⢠Ernst II. (Sachsen-Altenburg) (1871â1955), letzter Herzog von Sachsen-Altenburg (Franconia Jena)
⢠Leopold IV. (Lippe) (1871â1949), letzter regierender FĂźrst von Lippe (Borussia Bonn)
⢠Friedrich zu Wied (1872â1945), FĂźrst (Borussia Bonn)
⢠Wilhelm Ernst (Sachsen-Weimar-Eisenach) (1876â1923), GroĂherzog (Borussia Bonn)
⢠Friedrich Franz IV. (Mecklenburg) (1882â1945), letzter GroĂherzog von Mecklenburg-Schwerin und letzter regierender Monarch in Mecklenburg (Borussia Bonn, Visigothia)
⢠Adolf II. (Schaumburg-Lippe) (1883â1936), FĂźrst (Borussia Bonn)
⢠Carl Eduard (Sachsen-Coburg und Gotha) (1884â1954), letzter regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Duke of Albany, Enkel von KĂśnigin Victoria (Borussia Bonn)
⢠Bernhard III. (Sachsen-Meiningen) (1851â1928), letzter regierender Herzog von Sachsen-Meiningen, Schwager von Kaiser Wilhelm II. (Saxo-Borussia Heidelberg)
Staat und Politik
⢠Ludwig Hassenpflug (1794â1862), Innen- und Justizminister im KurfĂźrstentum Hessen (Hassia GĂśttingen)
⢠Wilhelm Emmanuel von Ketteler (1811â1877), Bischof von Mainz, BegrĂźnder der Katholischen Soziallehre, Widersacher Bismarcks im Kulturkampf (Hildeso-Guestphalia)
⢠Friedrich Hecker (1811â1881), badischer Revolutionär (Rhenania Heidelberg, Hassia Heidelberg, Palatia Heidelberg)
⢠Otto von Bismarck (1815â1898), Reichskanzler, âSchmiedâ des Deutschen Kaiserreiches (Hannovera GĂśttingen)
⢠Hermann von Mittnacht (1825â1909), erster Ministerpräsident des KĂśnigreichs WĂźrttemberg (Guestphalia Heidelberg)
⢠Wilhelm Liebknecht (1826â1900), MitbegrĂźnder der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands (Hasso-Nassovia, Rhenania GieĂen)
⢠Wilhelm von Becker (1835â1924), OberbĂźrgermeister von DĂźsseldorf und (als erster Protestant) von KĂśln, Vizepräsident des PreuĂischen Herrenhauses (Palaiomarchia, Pomerania EM). Zur Beerdigung von KĂślns EhrenbĂźrger schickte der vormalige Kaiser Wilhelm II. aus dem Exil einen Kranz.
⢠Friedrich Krafft von Crailsheim (1841â1926), Bayerischer Ministerpräsident (Onoldia)
⢠AntĂ´nio Francisco de Paula Souza (1843â1917), Wegbereiter des brasilianischen Eisenbahnsystems, AuĂenminister und Verkehrsminister Brasiliens (Rhenania ZAB, Franconia Karlsruhe)
⢠Rudolf Gallati (1845â1904), Präsident des Schweizer Nationalrats (Helvetia ZĂźrich)
⢠Wilhelm Blos (1849â1927), erster Präsident und AuĂenminister des Volksstaates WĂźrttemberg (Rhenania Freiburg)
⢠Georg Michaelis (1857â1936), 1917 Reichskanzler und preuĂischer Ministerpräsident (Plavia, Guestphalia WĂźrzburg)
⢠Wolfgang Kapp (1858â1922), Putschist gegen die Weimarer Republik (Hannovera GĂśttingen)
⢠Eugen von Finckh (1860â1930), Ministerpräsident des Freistaates Oldenburg (Brunsviga GĂśttingen)
⢠Maximilian von Baden (1867â1929), letzter kaiserlicher Reichskanzler, preuĂischer Ministerpräsident (Rhenania Freiburg, Saxo-Borussia Heidelberg, Suevia Heidelberg)
⢠Julius DorpmĂźller (1869â1945), ab 1937 Reichsverkehrsminister (Delta Aachen)
⢠Yamamoto TeijirĹ (1870â1937), Abgeordneter zum Japanischen Unterhaus, Landwirtschaftsminister, Präsident des Deutsch-Japanischen Vereins, (Germania Hohenheim)
⢠Konstantin Freiherr von Neurath (1873â1956), ReichsauĂenminister, Reichsprotektor von BĂśhmen und Mähren (Suevia TĂźbingen)
⢠Reinhold Lobedanz (1880â1955), Präsident der Länderkammer der Deutschen Demokratischen Republik (Lusatia Leipzig)
⢠Anton Fehr (1881â1954), Reichsminister fĂźr Landwirtschaft (Guestphalia MĂźnchen)
⢠Franz Seldte (1882â1947), GrĂźnder des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten; Reichsarbeitsminister (Teutonia-Hercynia Braunschweig)
⢠Robert Lehr (1883â1956), Mitglied des Parlamentarischen Rates und Bundesminister des Innern (Teutonia Marburg)
⢠Fritz Neumayer (1884â1973), Minister fĂźr Wirtschaft und Verkehr des Landes Rheinland-Pfalz, Bundesminister fĂźr Wohnungsbau und Bundesminister fĂźr Justiz (Rhenania WĂźrzburg)
⢠Hermann Weinkauff (1894â1981), erster Präsident des Bundesgerichtshofs (Hubertia MĂźnchen)
⢠Georg Diederichs (1900â1983), Ministerpräsident Niedersachsens (Hercynia GĂśttingen)
⢠Hans-Christoph Seebohm (1903â1967), Bundesverkehrsminister, kurzzeitig Vizekanzler (Hasso-Borussia)
⢠Heinrich Homann (1911â1994), MitbegrĂźnder des Nationalkomitees Freies Deutschland, Vorsitzender der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands, stellvertretender Vorsitzender des Staatsrates der DDR (Brunsviga GĂśttingen, Thuringia Jena)
⢠Helmut Lemke (Politiker) (1907â1990), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein (Holsatia)
⢠Hans Friderichs (1931â2025), Bundesminister fĂźr Wirtschaft, Vorstandssprecher der Dresdner Bank (Teutonia Marburg)
⢠Klaus Hänsch (* 1938), Präsident des Europaparlamentes, Mitglied des Präsidiums des Europäischen Verfassungskonvents (Silingia Breslau)
⢠Ayyub Axel KÜhler (* 1938), Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (Alemannia Kiel)
⢠Jßrgen Gramke (* 1939), Wissenschaftsminister von Sachsen-Anhalt (Holsatia)
⢠Manfred Kanther (* 1939), Bundesminister des Innern, Hessischer Staatsminister der Finanzen (Guestphalia Marburg)
⢠Bernd Niehaus Quesada (* 1941), Hochschullehrer, AuĂenminister und Botschafter Costa Ricas (Markomannia Bonn, Irminsul)
⢠Edzard Schmidt-Jortzig (* 1941), Emeritus fĂźr Ăffentliches Recht, Bundesminister fĂźr Justiz (Hansea Bonn)
⢠Ulrich Goll (* 1950), Justizminister und stv. Ministerpräsident von Baden-Wßrttemberg (Hubertia Freiburg)
Militär und Widerstand
⢠Ulrich Wille (1848â1925), Oberkommandierender der Schweizer Armee während des Ersten Weltkriegs (Tigurinia ZĂźrich, Borussia Halle)
⢠Ulrich von Hassell (1881â1944), Botschafter in Belgrad und Rom, nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet (Suevia TĂźbingen)
⢠Karl Burian (1896â1944), Ăśsterreichischer Legitimist, am 13. März 1944 in Wien enthauptet (Ottonen)
⢠Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg (1902â1944), Regierungspräsident, Oberst, nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet (Saxonia GĂśttingen)
⢠Wolfgang Bonde (1902â1945), Jurist, im KZ Bergen-Belsen umgekommen (Bremensia)
⢠Eduard BrĂźcklmeier (1903â1944), Diplomat, nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet (Bavaria MĂźnchen)
⢠Albrecht von Hagen (1904â1944), nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet (Saxo-Borussia Heidelberg)
⢠Peter Graf Yorck von Wartenburg (1904â1944), zentrale Figur des Kreisauer Kreises, in PlĂśtzensee gehenkt (Borussia Bonn)
⢠Georg Ferdinand Duckwitz (1904â1973), Gerechter unter den VĂślkern (Rhenania Freiburg)
⢠Nikolaus Christoph von Halem (1905â1944), zentrale Figur des zivilen Widerstands, in Brandenburg enthauptet (Saxo-Borussia Heidelberg)
⢠Kurt Gerstein (1905â1945), Offizier der Waffen-SS, berichtete Ăźber Belzec und Treblinka, im Juli 1945 in Paris zu Tode gekommen (Teutonia Marburg)
⢠Volkmar Herntrich (1908â1958), fĂźhrender Kopf der Bekennenden Kirche, Gegner der Frauenordination, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate (Borussia TĂźbingen)
⢠Adam von Trott zu Solz (1909â1944), auĂenpolitischer Experte des Kreisauer Kreises, nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet (Saxonia GĂśttingen)
⢠Dieter Wellershoff (1933â2005), Admiral, Generalinspekteur der Bundeswehr, fĂźhrte nach der deutschen Wiedervereinigung Bundeswehr und Nationale Volksarmee zusammen (Marko-Guestphalia Aachen)
⢠Karsten Ewert (* 1937), Generalarzt, Kommandeur der Akademie des Sanitäts- und Gesundheitswesens der Bundeswehr (Bavaria Mßnchen)
⢠Walter Spindler (* 1954), Generalmajor (Suevo-Guestphalia Mßnchen)
⢠Christian Freuding (* 1971), Generalleutnant, Inspekteur des Heeres der Bundeswehr (Concordia Rigensis)
311 KÜsener Corpsstudenten erhielten das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, 36 dazu das Eichenlaub und 6 die Schwerter. 27 fielen. Das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes trugen 24 Corpsstudenten: Otto Ambros, Adolf Bacmeister, Heinrich BÜhmcker, Julius Dorpmßller, Abraham Esau, Ferdinand Flury, Albert Ganzenmßller, Karl Gebhardt, Erwin Gohrbandt, Siegfried Handloser, Franz Hayler, Lothar Kreuz, Walther Kittel, Herbert Linnemeyer, Hans Malzacher, Fritz Mussehl, Matthias Pier, Hermann RÜchling, Gerhard Rose, Victor Schmieden, Oskar SchrÜder, Hans Thomsen und Arthur Tix. An die hingerichteten NS-Gegner erinnerten in der Gedenkstätte PlÜtzensee Wolfgang von der Groeben (2014) und Rßdiger DÜhler (2019).
Medizin und Naturwissenschaft
⢠Philipp Franz von Siebold (1796â1866), Wissenschaftlicher Entdecker Japans (Moenania)
⢠Justus von Liebig (1803â1873), BegrĂźnder der Organischen Chemie, der Agrikulturchemie und der Ernährungsphysiologie (Rhenania I. Erlangen)
⢠Wilhelm Hillebrand (1821â1886), Botaniker, Leibarzt des KĂśnigs von Hawaii (Hanseatia GĂśttingen, Saxo-Borussia Heidelberg)
⢠Alfred Brehm (1829â1884), Naturforscher und Schriftsteller, Brehms Tierleben (Saxonia Jena)
⢠Gustav Nachtigal (1834â1885), Afrikaforscher (Palaiomarchia, Nassovia WĂźrzburg, Pomerania)
⢠Friedrich Loeffler (1852â1915), BegrĂźnder der Virologie (Moenania, Suevo-Borussia, Guestfalia Greifswald)
⢠Wilhelm Ostwald (1853â1932), Chemiker und BegrĂźnder der Physikalischen Chemie, Nobelpreis fĂźr Chemie 1909 (Vandalia Leipzig)
⢠Emil von Behring (1854â1917), erster Nobelpreisträger fĂźr Medizin (Suevo-Borussia)
⢠Alois Alzheimer (1864â1915), Psychiater (Franconia WĂźrzburg)
⢠Hans Bredow (1879â1959), GrĂźnder des Deutschen Rundfunks, Ehrensenator der TH Dresden und der TH Stuttgart, EhrenbĂźrger der TH Berlin und der TH Karlsruhe (Baltia CĂśthen, Albingia Dresden, Teutonia Berlin)
⢠Kurt Henseleit (1907â1973), Ko-Entdecker des ersten Stoffwechselkreislaufs (Harnstoffzyklus) der Biochemie (Silingia Breslau)
Wirtschaft und Technik
⢠Friedrich Bayer (1825â1880), GrĂźndervater des Bayer-Konzerns (Saxonia Bonn)
⢠Gottlieb Daimler (1834â1900), Ingenieur (Stauffia Stuttgart)
⢠Max Eyth (1836â1906), Ingenieur und Schriftsteller, Wegbereiter der modernen Landwirtschaft im 19. Jahrhundert (Stauffia Stuttgart)
⢠Heinrich BĂźssing (1843â1929), Pionier des LKW- und Omnibusbaus, GrĂźnder der BĂźssing AG (Teutonia-Hercynia Braunschweig)
⢠Ferdinand Braun (1850â1918), Physiker, Erfinder der Braunschen RĂśhre, GrĂźnder der Firma Telefunken, Nobelpreis fĂźr Physik 1909 (Teutonia Marburg)
⢠Otto Schott (1851â1935), Chemiker und Glastechniker, GrĂźnder der Jenaer Glaswerk Schott & Gen. (Teutonia-Hercynia Braunschweig)
⢠Hugo Junkers (1859â1935), Ingenieur und Unternehmer (Delta Aachen)
⢠Wilhelm von Opel (1871â1948), Ingenieur (Franconia Darmstadt)
⢠Hugo Henkel (1881â1952), MitbegrĂźnder der Henkel & Co (Stauffia Stuttgart)
⢠Abraham Esau (1884â1955), Physiker und Rundfunkpionier, Erfinder des UKW, Präsident der Physikalischen Reichsanstalt Berlin, Mitglied der Leopoldina, nominiert fĂźr den Physik-Nobelpreis 1935 (Holsatia Berlin, Silingia Breslau)
⢠Claude Dornier (1884â1969), Flugzeugkonstrukteur und Luftfahrtpionier (Guestphalia MĂźnchen)
⢠Hans von Opel (1899â1948), GrĂźnder der Hansa Finanzierungsgesellschaft fĂźr Automobilhandelsfirmen (Franconia Darmstadt)
⢠Bernhard Sprengel (1899â1985), Schokoladenfabrikant, Stifter des Sprengel-Museums, EhrenbĂźrger von Hannover (Holsatia)
⢠Fritz Berg (1901â1979), erster und dienstältester Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (Hansea KĂśln)
⢠Hanns Martin Schleyer (1915â1977), SS-Offizier, Vorstandsmitglied der Daimler-Benz AG, Präsident des Arbeitgeberverbandes und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, von Terroristen ermordet (Suevia Heidelberg)
⢠Wolfgang KĂźhborth (1924â2017), Unternehmer, Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender der KSB Aktiengesellschaft (Saxonia Karlsruhe)
⢠Wolfgang Schieren (1927â1996), Vorstandsvorsitzender der Allianz AG (Borussia TĂźbingen, Marcomannia Breslau zu KĂśln)
⢠Hermann Franz (1928â2016), Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG (Franconia Karlsruhe)
⢠Eberhard von Kuenheim (* 1928), Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender der BMW AG (Teutonia Stuttgart)
⢠Alfred Herrhausen (1930â1989), Vorstandssprecher der Deutschen Bank, von Terroristen ermordet (Hansea KĂśln)
⢠Hans Friderichs (1931â2025), FDP-Politiker, Bundesminister fĂźr Wirtschaft, Vorstandssprecher der Dresdner Bank AG, Aufsichtsratsvorsitzender der adidas AG (Teutonia Marburg)
⢠Klaus Liesen (1931â2017), Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Ruhrgas AG und der Volkswagen AG (Brunsviga GĂśttingen)
⢠Hans-Jßrgen Schinzler (* 1940), Vorstandsvorsitzender der Munich Re (Vitruvia Mßnchen)
⢠Henning Schulte-Noelle (* 1942), Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender der Allianz AG (Borussia Tßbingen)
⢠Michael Rotert (* 1950), Ingenieur, Internetpionier, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft (Franconia Karlsruhe)
⢠JĂźrgen GroĂmann (* 1952), Vorstandsvorsitzender der RWE AG, Alleingesellschafter der GeorgsmarienhĂźtte Holding GmbH (Montania Clausthal, Hasso-Borussia)
⢠Frieder LÜhrer (* 1956), Vorstandsvorsitzender der Loewe AG (Saxo-Montania Aachen, Saxo-Borussia Freiberg)
⢠Oliver Bäte (* 1965), Vorstandsvorsitzender der Allianz (Marcomannia Breslau zu KÜln)
Kunst und Kultur
⢠Theodor KĂśrner (1791â1813), Dichter, gefallen in den Befreiungskriegen (Saxo-Montania Aachen, Thuringia Leipzig, Guestphalia I. Berlin)
⢠Heinrich Heine (1797â1856), Dichter, Schriftsteller (Hildeso-Guestphalia)
⢠Heinrich Hoffmann (1809â1894), Psychiater, Verfasser des Struwwelpeter (Alemannia Heidelberg)
⢠Robert Schumann (1810â1856), Komponist (Saxo-Borussia Heidelberg)
⢠Ferdinand Gregorovius (1821â1891), Historiker, Journalist und Schriftsteller, erster deutscher und erster protestantischer EhrenbĂźrger von Rom (Masovia)
⢠Rudolf Baumbach (1840â1905), Dichter und Schriftsteller (Thuringia Leipzig)
⢠Wilhelm von Bode (1845â1929), Kunsthistoriker, MitbegrĂźnder des modernen Museumswesens, Bodemuseum in Berlin (Brunsviga GĂśttingen)
⢠Rudolf Eucken (1846â1926), Philosoph und Nobelpreisträger fĂźr Literatur (Frisia GĂśttingen)
⢠Fritz Milkau (1859â1934), Direktor der Universitätsbibliotheken in Greifswald und Breslau, Generaldirektor der PreuĂischen Staatsbibliothek (Masovia)
⢠Rudolf Huch (1862â1943), Jurist, Essayist und Autor (Brunsviga GĂśttingen)
⢠Ludwig Thoma (1867â1921), Schriftsteller, Lausbubengeschichten; Herausgeber und Redakteur beim âSimplicissimusâ (Hubertia Aschaffenburg, Suevia MĂźnchen)
⢠Joseph Maria Lutz (1893â1972), Dichter, Schriftsteller (Bayernhymne, Brandner Kaspar) (Donaria Weihenstephan)
⢠Hans Zehrer (1899â1966), erster Chefredakteur der Zeitung Die Welt, Journalist und Schriftsteller, enger Vertrauter von Axel Springer (Silingia Breslau)
⢠Walter Felsenstein (1901â1975), Opernregisseur, GrĂźnder und Intendant der Komischen Oper Berlin (Teutonia Graz)
⢠Asfa-Wossen Asserate (* 1948), GroĂneffe des letzten Kaisers von Ăthiopien, Unternehmensberater und Autor: Manieren, Ein Prinz aus dem Hause David (Suevia TĂźbingen)
Richter
Sänger
Max Alvary ⢠Max Begemann ⢠Karl Buff ⢠Horst Euler ⢠Fritz Feinhals ⢠Nicola Geisse-Winkel ⢠Martin Härtinger ⢠Hans KÜhler ⢠Heinrich Kotzolt ⢠Josef Leinauer ⢠Julius Lindemann ⢠Hans Patek ⢠Alfred Poell ⢠Georg Sieglitz ⢠Gustav Siehr ⢠Hermann Thomaschek ⢠Hartwig von Wersebe.
Namensgeber
Zwei Corpsstudenten gaben ostpreuĂischen Gemeinden ihren Namen: Fritz von Bramann fĂźr Bramannsdorf (1938) und Gustav Gisevius fĂźr GiĹźycko (1946), das frĂźhere LĂśtzen. Nach dem Landrat Axel von Colmar wurde 1878 das heutige ChodzieĹź benannt. In Namibia ist Luhonono (Schuckmannsburg) nach Bruno von Schuckmann benannt.
Briefmarken
Nach Geburtsjahr geordnet
Ehrenmitglied
PreuĂen
âDie Ziele des Corpsstudententums fĂźhrten stillschweigend dazu, daĂ sich zwischen ihm und den konservativen Kreisen Beziehungen anbahnten; denn es war ein Beamtentum erwĂźnscht, das ehrenhaft handelte, gewissenhaft seine Pflicht erfĂźllte und sachlich entschied, ohne sich um das Kläffen der Besserwisser zu kĂźmmern. FĂźr PreuĂen bedingte das wiederum, daĂ der Corpsstudent mehr PreuĂe als GroĂdeutscher war. Er war mit der Ăberlieferung verbunden, wenn er auch grundsätzlich mit der Zeit ging, sobald ein Vorschlag nach sachlicher PrĂźfung der Allgemeinheit Nutzen versprach.â
â
Siegfried Schindelmeiser
Die Dynastie der (evangelischen) PreuĂen stellte 15 Corpsstudenten, weit mehr als jedes andere Regierende Haus:cite-ref-d-hler2018-8-2[8]cite-ref-41[40]
⢠Alf Prinz von PreuĂencite-ref-42[41]
⢠Christian Prinz von PreuĂen
⢠Prinz Heinrich
⢠Prinz Joachim
⢠Prinz Oskar
⢠Prinz Sigismund
⢠Prinz Waldemar
Ernst Vollert schreibt in seinen Erinnerungen:cite-ref-43[42]
âDie Begriffe Ăźber Ehre, Freundschaft, vornehmes und selbstbewuĂtes Auftreten, die in den Corps und allen guten Verbindungen gepflegt wurden, gaben uns ein gutes Fundament fĂźr den Kampf des Lebens mit. Corpsstudententum und altes, preuĂisches Offizierskorps waren sich ähnlich. Wer das eine begriffen hatte, war in dem anderen zu Hause.â
â
Ernst Vollert
Neben Armee und Adel waren die Corps wichtige StĂźtzen des so mächtigen wie modernen Staates in Mitteleuropa.cite-ref-44[43] Nach dem Deutschen Krieg trug ihre kleindeutsche PreuĂenneigung allerdings nicht dazu bei, den Deutschen Dualismus zu Ăźberwinden. Im 19. Jahrhundert wurde nur der SC zu Innsbruck mit Athesia und Gothia in den KSCV aufgenommen (1886). Die Ăźbrigen Ăśsterreichischen Corps in BrĂźnn, Graz, Leoben, Prag und Wien folgten erst nach dem Ersten Weltkrieg. Heute sind der KĂśsener Congress und der Abgeordnetentag des VAC die einzigen âgroĂdeutschenâ Parlamente.
Siehe auch
:
Borussia (Studentenverbindung)
Träger des Pour le MÊrite
Militärorden
⢠Viktor Albrecht (Rhenania StraĂburg)
⢠Karl AlmenrÜder (Teutonia Marburg)
⢠Paul Bäumer (Suevo-Borussia)
⢠Josef Bischoff (Lusatia Breslau)
⢠Otto von Bismarck (Hannovera GÜttingen)
⢠Walter von Bßlow-Bothkamp (Vandalia Heidelberg)
⢠Emil Hell (Thuringia Leipzig)
⢠Ernst II. (Sachsen-Altenburg) (Franconia Jena, Saxo-Borussia Heidelberg)
⢠Paul von Hindenburg (Montania Freiberg)
⢠Wilhelm Humser (Isaria)
⢠Albano von Jacobi (Palatia StraĂburg)
⢠Kurt von Klßfer (Cheruscia Erlangen (RSC))
⢠Heinrich Carl Wilhelm Kßpfer (Saxonia Jena)
⢠August von Mackensen (Agronomia Halle)
⢠Eitel Friedrich von PreuĂen (Borussia Bonn)
⢠Friedrich Karl von PreuĂen (Borussia Bonn)
⢠Heinrich von PreuĂen (Holsatia)
⢠Wilhelm Paul Schreiber (Suevia Freiburg)
⢠Wilhelm von Tßmpling (Saxo-Borussia Heidelberg)
⢠Hermann Ludwig von Wartensleben (Saxo-Borussia Heidelberg)
⢠Kaiser Wilhelm II. (Borussia Bonn)
⢠Kronprinz Wilhelm (Borussia Bonn)
⢠Wilhelm II. (Wßrttemberg) (Suevia Tßbingen, Bremensia)
⢠Ernst von Wrisberg (Bremensia)
Friedensklasse
⢠Louis Agassiz (Helvetia Heidelberg, Helvetia Mßnchen)
⢠Otto von Bismarck (Hannovera GÜttingen)
⢠Wilhelm von Bode (Brunsviga GÜttingen)
⢠Johann Friedrich Dieffenbach (Pomerania)
⢠Gustav Freytag (Borussia Breslau)
⢠Walther Gerlach (Borussia Tßbingen)
⢠Hans Grässel (Rheno-Palatia)
⢠Adolf von Harnack (Livonia Dorpat)
⢠Justus von Liebig (Rhenania I. Erlangen)
⢠Carl Ludwig (Guestphalia Marburg, Stifter und Ehrenmitglied von Hasso-Nassovia)
⢠Eilhard Mitscherlich (Guestphalia Heidelberg)
⢠Carl Joseph Anton Mittermaier (Bavaria Mßnchen)
⢠Friedrich Rßckert (Franconia Wßrzburg)
⢠Georg Friedrich SchÜmann (Saxonia Jena, Pomerania)
⢠Gabriel von Seidl (Germania Mßnchen)
⢠Michael Stolleis (Saxo-Borussia Heidelberg)
⢠Otto Wilhelm von Struve (Baltica Karlsruhe (WSC))
⢠Karl Weierstraà (Saxonia Bonn)
⢠Franz Wieacker (Rhenania Tßbingen)
⢠Theodor Wiegand (Suevia Mßnchen)
Fragliche Zuordnung
⢠Werner Bergengruen, Schriftsteller (Normannia Marburg (RSC))
⢠Hans Erich Nossack, Schriftsteller (Thuringia Jena 1920â1922)
Siehe auch
Literatur
⢠Werner Barthold: Macht und Ohnmacht der Ideologien in den Corps. Einst und Jetzt, Jahrbuch des Vereins fĂźr corpsstudentische Geschichtsforschung, Band 27 (1982), S. 67â84.
⢠Rolf-Joachim Baum (Hrsg.): âWir wollen Männer, wir wollen Taten!â Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute. Siedler-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-88680-653-7.
⢠Martin Biastoch, Duell und Mensur im Kaiserreich (am Beispiel der Tßbinger Corps Franconia, Rhenania, Suevia und Borussia zwischen 1871 und 1895). Vierow 1995, ISBN 3-89498-020-6.
⢠Silke MĂśller: Bier, Unfug und Duelle? Corpsstudentische Erziehung im deutschen Kaiserreich 1871â1914. Meidenbauer, MĂźnchen 2004, ISBN 3-89975-038-1.
⢠Edwin A. Biedermann: Logen, Clubs und Bruderschaften. 2. Auflage. Droste-Verlag, 2007, ISBN 978-3-7700-1184-1.
⢠Wilhelm Buschmann: Naumburger Senioren-Convent (N.S.C.). In: Das Akademische Deutschland. Band II: Die deutschen Hochschulen und ihre akademischen BĂźrger. Berlin 1931, S. 347â352.
⢠Heinrich Diedler: Der RSC. Geschichte eines erloschenen Corpsverbandes. In: Einst und Jetzt. Band 55 2010, ISBN 3-87707-781-1, S. 219â366.
⢠RĂźdiger DĂśhler: Der Deutsche Idealismus und das Corpsstudententum. In: Sebastian Sigler (Hrsg.): Freundschaft und Toleranz. 200 Jahre Corps Bavaria zu Landshut und MĂźnchen. Akademischer Verlag, MĂźnchen 2006, ISBN 3-932965-86-8, S. 183â188.
⢠Wilhelm Fabricius: Die Deutschen Corps. Eine historische Darstellung mit besonderer Berßcksichtigung des Mensurwesens. Berlin 1898 (2. Aufl. 1926).
⢠Hugo Fritsche: Ausländische Studenten in deutschen Corps. Einst und Jetzt, Band 31 (1986), S. 235â240.
⢠Christian Helfer: KÜsener Brauch und Sitte. 2. Auflage. 1991, ISBN 3-9801475-2-5.
⢠Paulgerhard Gladen: Die KÜsener und Weinheimer Corps. Hilden 2008 (WJK-Verlag), ISBN 978-3-933892-24-9.
⢠Historische Kommission des HKSCV: Wende und Schau. Des KÜsener Jahrbuchs erster Jahrgang. Frankfurt am Main 1930. (Reprint 2007)
⢠Detlev Grieswelle: Soziologie der KĂśsener Corps 1870â1914. In: Otto Neuloh, Walter RĂźegg (Hrsg.): Student und Hochschule im 19. Jahrhundert. GĂśttingen 1975, S. 346 f.
⢠Ferdinand Lindner: Die Corps der deutschen Hochschulen nebst einer eingehenden Darstellung der studentischen Verhältnisse. Verlag LiĂner, Leipzig 1870.
⢠Robert Paschke: Was sind und wollen die Corps? Einst und Jetzt, Band 4 (1959), S. 88â105.
⢠Stephan Peters: Elite sein. Wie und fßr welche Gesellschaft sozialisiert eine studentische Korporation? Zugl. Diss. Univ. Marburg 2003, Tectum, Marburg 2004, ISBN 3-8288-8635-3.
⢠Hans Schßler: Weinheimer S.C. Chronik. Darmstadt 1927.
⢠Sebastian Sigler (Hrsg.): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler. Duncker & Humblot, Berlin 2014, ISBN 978-3-428-14319-1.
⢠Manfred Studier: Der Corpsstudent als Idealbild der Wilhelminischen Ăra â Untersuchungen zum Zeitgeist 1888 bis 1914. Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen, Band 3, Schernfeld 1990, ISBN 3-923621-68-X.
⢠Rosco Weber: The German Corps in the Third Reich. Macmillan, London.
⢠deutsche Ausgabe: Die Deutschen Corps im Dritten Reich. KÜln 1998, ISBN 3-89498-033-8.
⢠Egbert WeiĂ: Corpsstudenten in der Paulskirche. Einst und Jetzt, Sonderheft 1990.
⢠Manuel Weskamp, Peter-Philipp Schmitt: Verbindungen im âDritten Reichâ. In Opposition mit Band und Schläger. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Mai 2013. Online-Version
Weblinks
Commons
: Corps (university)
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Corps
â Zitate
Wiktionary: Corps
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Website der KÜsener und Weinheimer Corpsstudenten
⢠Patrick Jackson: My Germany: Student fencer. In: bbc.co.uk. 11. September 2013
⢠150 Jahre KSCV (Kommersrede v. Rohr, 1998, PDF)
⢠Richtmänner des Corpsstudententums (VfcG)
Anmerkungen
cite-note-28A 1. â zum Feickert-Plan siehe Rosco G. S. Weber: Die deutschen Corps im Dritten Reich. KĂśln 1998, S. 162â166.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Erich Bauer: Schimmerbuch fĂźr junge Corpsstudenten. 4. Auflage. o. O., 1971, S. 7 ff.
cite-note-22. â Rolf-Joachim Baum: Vorwort des Herausgebers. In: Rolf-Joachim Baum: âWir wollen Männer, wir wollen Taten!â â Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute. Berlin 1998, ISBN 3-88680-653-7, S. 7â12.
cite-note-33. â Prinzipien der Corps, die-corps.de
cite-note-41. Hermann Rink: Die Mensur, ein wesentliches Merkmal des Verbandes. In: Rolf-Joachim Baum (Hrsg.): âWir wollen Männer, wir wollen Taten!â Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute. Siedler Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-88680-653-7, S. 383 f.
cite-note-55. â Hans Peter HĂźmmer: Die Entstehung der Corps im Zeichen des klassischen Idealismus â ihre Vorläufer und Abgrenzung gegen die Burschenschaft. In: Rolf-Joachim Baum: âWir wollen Männer, wir wollen Taten!â â Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute. Berlin 1998, ISBN 3-88680-653-7, S. 1544.
cite-note-66. â Rainer Assmann: Kränzchen â Landsmannschaften â Corps, zur FrĂźhgeschichte der Corps. Einst und Jetzt, Band 41 (1996), S. 155â178.
cite-note-77. â Erich Bauer: Schimmerbuch fĂźr junge Corpsstudenten. 4. Auflage. o. O., 1971, S. 8.
cite-note-d-hler2018-88. â R. DĂśhler: Die Corps vor der ReichsgrĂźndung. Corps Magazin 1/2018, S. 30â31.
cite-note-99. â Werner Barthold: Corps und Kollektiv. Einst und Jetzt, Band 25 (1980), S. 16 (24 ff.)
cite-note-1010. â Egbert WeiĂ: Corpsstudenten im Vormärz â Verfolgte und Verfolger. Einst und Jetzt, Band 33 (1988), S. 47â63; Band 34 (1989), S. 264â265.
cite-note-1111. â Edgar SĂźĂ: Die Pfälzer im âSchwarzen Buchâ. Ein personengeschichtlicher Beitrag zur Geschichte des Hambacher Festes, des frĂźhen pfälzischen und deutschen Liberalismus. Heidelberg 1956.
cite-note-1212. â Friedrich Engelmann: Friedrich Hecker â Corpsstudent und BĂźrger zweier Welten. Einst und Jetzt, Band 49 (2004), S. 197â227.
cite-note-1313. â Wolfgang Wippermann: Der Wiedergänger. Die vier Leben des Karl Marx. Wien 2008.
cite-note-1414. â Manfred Studier: Der Corpsstudent als Idealbild der Wilhelminischen Ăra â Untersuchungen zum Zeitgeist 1888 bis 1914. Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen, Band 3, Schernfeld 1990, ISBN 3-923621-68-X.
cite-note-1515. â Martin Biastoch: Die Corps im Kaiserreich â Idealbild einer Epoche. In: Rolf-Joachim Baum: âWir wollen Männer, wir wollen Taten!â â Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute. Berlin 1998, ISBN 3-88680-653-7, S. 111â132.
cite-note-1616. â Friedrich Ossig, Hartmut Fischer: Der Ursprung der Corps und ihre Entwicklung in fast 200jähriger Geschichte. In: Handbuch des KĂśsener Corpsstudenten. Verband Alter Corpsstudenten e. V. Band I. WĂźrzburg 1985 (6. Aufl.), S. 39.
cite-note-172. Kaiser Wilhelm II. beim Antrittskommers des Bonner SC im Mai 1891, zitiert nach Adolf Meyer: Neue Schule des kommentmäĂigen akademischen Schlägerfechtens, Leipzig 1906 (Nachdruck herausgegeben von Peter Hauser, WJK-Verlag, Hilden 2006), ISBN 3-933892-13-9.
cite-note-1818. â Dazu u. a.: Florian Hoffmann: Zur FĂźhrerschaft berufen? Der GieĂener SC zwischen FĂźhrungsanspruch und Isolationismus. Einst und Jetzt 49 (2004), S. 295â310.
cite-note-2020. â Mark Twain: A Tramp Abroad. London 1880.
cite-note-2121. â Wilhelm Meyer-FĂśrster: Alt-Heidelberg im Projekt Gutenberg-DE
cite-note-2222. â siehe Dieter Grieswell: Antisemitismus in deutschen Studentenverbindungen des 19. Jh.s. Studien und Materialien. in Christian Helfer, Mohammed Rassem: Student und Hochschule im 19. Jahrhundert V&R, GĂśttingen 1975, 1997, ISBN 3-525-31818-9, S. 366â379.
cite-note-2323. â Michael Ruck: Korpsgeist und Staatsbewusstsein: Beamte im deutschen SĂźdwesten 1928 bis 1972. Oldenbourg Verlag, 1996.
cite-note-2424. â Zu diesem Abschnitt: Rosco G. S. Weber: Die deutschen Corps im Dritten Reich. KĂśln 1998; Ralf-Roland Schmidt-Cotta, Wolfgang Wippermann: Kampf um die Erhaltung der Tradition â die Corps im Dritten Reich. In: Rolf-Joachim Baum: âWir wollen Männer, wir wollen Taten!â â Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute. Berlin 1998, ISBN 3-88680-653-7, S. 180â206.
cite-note-2525. â Rosco G. S. Weber: Die deutschen Corps im Dritten Reich. KĂśln 1998, S. 115.
cite-note-2626. â Rosco G. S. Weber: Die deutschen Corps im Dritten Reich. KĂśln 1998, S. 132â136.
cite-note-2727. â Rosco G. S. Weber: Die deutschen Corps im Dritten Reich. KĂśln 1998, S. 139 ff.
cite-note-2928. â Friedrich Ferdinand zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-GlĂźcksburg: Heutige Aufgaben der studentischen Korporationen. Deutsche Corpszeitung, 1/1959.
cite-note-3029. â JĂśrg Loke: Zur Entstehung und kurzen Geschichte des Corps Borussia-Polonia an der Europa-Universität Frankfurt an der Oder (1997â2000). Einst und Jetzt, Band 48 (2003), S. 215â326.
cite-note-3130. â Hermann Rink: Bewegungen im KĂśsener Senioren Convents Verband. Einst und Jetzt, Band 51 (2006), S. 271â273.
cite-note-3231. â Jugend Aktiv e. V.
cite-note-3332. â Holger Schwill: Wege und Erfolg von Jugend Aktiv 10 Jahre nach der GrĂźndung. CORPS â das Magazin 2/2009, S. 26.
cite-note-3534. â Frank Pergande: Auch Hochbegabte brauchen FĂśrderung. Der Verein Jugend aktiv kĂźmmert sich um Abiturienten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 6, 8. Januar 2009, S. 8.
cite-note-3635. â Corpsakademie
cite-note-3736. â Akademie Weinheim Seminare
cite-note-3837. â Stifterverein.de
cite-note-403. Siegfried Schindelmeiser: Die Albertina und ihre Studenten 1544 bis WS 1850/51 und Die Geschichte des Corps Baltia II zu KĂśnigsberg i. Pr. (8 Hefte, Selbstverlag 1970â1985). Erstmals vollständige, bebilderte und kommentierte Neuausgabe in zwei Bänden mit einem Anhang, zwei Registern und einem Vorwort von Franz-Friedrich Prinz von Preussen, hg. von RĂźdiger DĂśhler und Georg v. Klitzing, MĂźnchen 2010, ISBN 978-3-00-028704-6, Band 1, S. 139.
cite-note-4140. â Corpszeitung der Borussia Bonn (2013)
cite-note-4241. â KĂśsener Corpslisten 1981, 146/52
cite-note-4342. â Ernst Vollert: Aus meinem Leben. Bad Hersfeld 1968 (Typoskript, Selbstverlag), S. 22. Das Werk liegt in der Bibliothek der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, Signatur W 308-1
cite-note-4443. â R. DĂśhler: Säulen PreuĂens â 59 Corpsstudenten als Oberpräsidenten preuĂischer Provinzen. Einst und Jetzt, Band 55 (2010), S. 143â148.